1. bis 3. Juni 2017: Zweite Etappe nach Leh, Chicken Tandoori und Gedanken zum Miteinander

Wir stehen recht zeitig auf, weil wir früh los müssen, wenn wir nachmittags in Leh sein wollen. Um sieben stehen wir am Taxi, Hussein ist nicht da. Ahmet geht zum Hotelmanager, der Hotelmanager geht ins Fahrerzimmer, fünf Minuten später fahren wir los. Richtung Leh.

Kargil liegt in einem der vielen Indus-Täler. Wir queren eine Brücke und fahren auf der linken Seite des Indus wieder bergauf.

Nach 20 Minuten stellt Ahmet fest, dass er sein Dope im Hotelzimmer vergessen hat. Wir diskutieren kurz und sind alle der Meinung, dass es das Dope nicht wert ist, dass wir jetzt wieder zurück fahren. Allerdings versichert Ahmet, dass er Probleme bekommen würde, wenn jemand das Dope finden würde, weil der Hotelmanager weiß, wer in diesem Zimmer übernachtet hat. Na ja, was sollen wir tun?

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Mittwoch, 31. Mai 2017: Fragen nach dem großen „Warum?“ und die Fahrt nach Leh

Am Morgen kommt der Anruf von Sama: Wir haben ein Taxi. Für 600 Euro von Srinagar nach Leh. Um 10 Uhr steht es an der Straße vor der Tür. Chris und ich beratschlagen kurz und sagen zu. Natürlich ist das teuer. Aber in Zeiten der Unruhe und des Aufruhrs ist alles knapp und somit alles teuer. Und wir wissen auch nicht, wer an dem Deal beteiligt ist und wer für wen wieviel Provision abzweigt. Wir wollen einfach nur hier raus.

Wir haben noch genügend Zeit, uns von Ahmets Mutter und seinen Schwestern zu verabschieden.

Ich bin gerührt von der Gastfreudschaft, die Chris und ich durch diese muslimische Familie erfahren haben. Wir versprechen uns, alles Mögliche zu versuchen, uns wieder zu sehen. Auch wenn es nahezu aussichtslos ist.

Am Ende kann ich meine Tränen nicht unterdrücken und die Frauen auch nicht.

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Dienstag, 30. Mai 2017: Bewegung

So langsam kommt Bewegung in die Sache: Ahmet versucht, einen Taxifahrer zu organisieren. Sama ebenfalls, sie hat wenigstens ein Telefon von einem lokalen Anbieter, das funktioniert.

Ahmets Mutter und seine drei Schwestern kümmern sich ganz liebevoll um Chris und mich, sagen, wir gehörten jetzt zur Familie. Ich höre das nicht nur sondern ich fühle das auch. Und ich habe den Eindruck, dass das eine ganz große Ehrerbietung ist. Ich kann nur sagen, dass ich mich trotz der angespannten Situation außerhalb hier im Haus sehr geborgen gefühlt habe und immer noch fühle.

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24. bis 29. Mai 2017: Zentralasien – der abenteuerliche Beginn einer Fahrradreise

Mittwoch, 24. Mai 2017: Letzter Arbeitstag, Lauftraining und Packen

Ich plane meinen letzten Arbeitstag bis 12 Uhr, arbeite dann bis gegen drei Uhr nachmittags. Stress. Ich kaufe noch die letzten Dinge ein, fahre nach Hause und fange an zu packen. Um sechs gebe ich das letzte Lauftraining, packen muss ich dann bis Mitternacht. Und bin immer noch nicht fertig. Dann stehe ich morgen Früh halt noch mal um sieben auf.

Donnerstag, 25. Mai 2017: Pack-Stress, Bahnfahrt und Abflug

Um sieben klingelt der Wecker, ich stehe auf, wasche mich und fange gleich an zu packen, keine Zeit für ein Frühstück. Ich überlege, was ich noch alles machen muss und beschließe, das GPS System komplett zu Hause zu lassen. Ich schaffe es nicht, die Karte von Zentralasien und die geplanten Strecken auf den Garmin zu laden.

Bis um viertel nach elf packe ich und schneide den Fahrradkarton zu, um zwölf fährt dann der Zug. Keine Zeit mehr für Wohnung aufräumen.

Um kurz vor zwölf bin ich dann am Hauptbahnhof, Chris, mein Reisepartner bis Indien, wartet auch schon am Gleis, wir steigen ein und atmen erst mal durch. Kurz hinter Göttingen hole ich dann meine Toastbrote heraus, die ich mir noch zwischendurch toastete, esse drei Eier und die Brote und beschließe, damit gefrühstückt zu haben.

Am Flughafen Frankfurt ist dann alles total einfach und chillig. Wir bauen die Kartons auf, schieben die Räder rein und geben Sie am Sperrgepäck-Schalter ab. Ein Dreamliner von Boeing der Air India bringt uns dann nach Delhi.

 

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4. Oktober 2016: Vatikan

 

Dem Denken der Menschen auf der Spur

In den vatikanischen Museen konzentriere ich mich auf die Exponate der alten Etrusker, der Ägypter, der Griechen, der Römer. Nicht auf die der geistlichen Führer sondern auf die der geistigen Führer. Es ist schon spannend: an einer der Stätten zu weilen, die mit als die Wiege der abendländischen intellektuellen Entwicklung gilt. In mir reift der Wunsch, auch die anderen Städte der alten Philosophen zu besuchen, als da wären Syrakus und Athen – in erster Linie.

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1.-3. Oktober 2016: Was ist das Smartphone unterwegs wert?

Auf dem Weg durch die Toskana nach Rom denke ich nochmal über meinen Ruhetag auf dem Zeltplatz nach.

Ich kam auf dem Zeltplatz in der Toskana an und sah ein Angebot zum kostenlosen Nutzen des Internets. Eine bestimmte Menge an Kilobyte könnte ich nutzen, wenn ich mich mit meinem Facebook Konto anmelde.

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26.-30. September 2016: Gedanken in der Toskana und auf den Spuren der Eroica

Italien und der Straßenverkehr

Die Jungs und die Mädels hier fahren schon ganz schön knapp. Das muss ich echt sagen. Wenn ich so auf einer normalen Landstraße fahre und die Italiener mich überholen, dann ist das teilweise schon ganz schön eng. Wenn genügend Platz ist, dann sind die Leute hier aber auch sehr freundlich, halten genügend Abstand, blinken links, blinken rechts, alles in bester Ordnung. Insgesamt fühle ich mich schon einigermaßen sicher hier auf den italienischen Straßen.

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