Sonntag, 25.1.2015: Von Cancun nach Chichen Itza, der Kultstätte der Maya

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück. Und das ist hier gut. Es gibt frisches Obst, heißen Kaffee und knusprigen Toast mit Marmelade.

Die Bushaltestelle ist gleich um die Ecke, der Bus ist schon gebucht und bezahlt, ich packe mein Fahrrad stressfrei in den riesigen, leeren Kofferraum des Luxusliners mit Ziel Chichen Itza. Was ich nicht bedenke, ist, dass die Busfahrer in Mittelamerika ihre Klimaanlagen in der Regel auf Maximalleistung stellen. So sitze ich mit T-Shirt und dünner Reisehose in einem Kühlschrank und friere mir drei Stunden lang den Hintern ab. Trotzdem kann ich noch ein wenig schlafen, die Spannung der an mir vorbeirauschenden Landschaft hält sich in engen Grenzen und wirkt Ruhe fördernd. Der Busfahrer hält mit mexikanischer Folkloremusik in voller Lautstärke dagegen, ich habe zum Glück noch die Ohrstöpsel für den Flug in meiner Fototasche.

 

 

Die alte Maya-Kultur ist schon faszinierend. Neben den ganzen mathematischen und medizinischen Kenntnissen interessiert mich die Art, wie sie ihren Nationalsport, das Pelota-Spiel ausübten. Die Männer spielten den Ball auf einem 170 x 40 Meter großen Spielfeld. In Chichen Itza ist das Feld wunderbar ausgegraben und wieder hergerichtet.

Die Spieler durften den Kautschukball nur mit der Hüfte spielen. Keine Ahnung, wie die den dann durch das Loch an der Wand bekommen haben, was sie sollten, um zu gewinnen. Die Spiele sollen teilweise mehrere Tage gedauert haben und viele Verletzte gefordert haben.

Man weiß nicht genau, warum die Maya ausgestorben sind. Ich würde mich nicht wundern, wenn das was mit dem Spiel zu tun hatte.

150125_152636_Zentralamerika

Nun ist das Ansehen von Sehenswürdigkeiten und das Studieren derselben nicht so richtig mein Ding. Aber in dieser Kultstätte beseelt mich der Gedanke daran, wie die Menschen hier früher gelebt haben müssen. Und welches Wissen sie gehabt haben müssen. Ich gehe schweigend mit dem Fotoapparat durch die ehemalige Stadt.

 

 

Mein nächstes Hostel ist das La Candelaria in Valladolid, wohin ich am Abend mit dem Bus und dem Rad im Gepäck fahre. Ich bin begeistert. Es ist ein verträumter, bunter und offener Ort zum Entspannen und Schlafen. Leider bin ich noch gar nicht mit dem Rad gefahren, sonst hätte ich hier gerne einen Ruhetag eingelegt. Das wird morgen anders. Da kommt dann mein erster Radtag mit der 130-Kilometer-Tour von Valladolid nach Tulum. Und dann geht’s auch erstmals an die Karibikküste zum Baden.

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