Rückblick 2016, Ausblick 2017

„Dies ist es, weswegen ich meine Wanderschaft fortsetze — nicht um eine andere, eine bessere Lehre zu suchen, denn ich weiß, es gibt keine, sondern um alle Lehren und alle Lehrer zu verlassen und allein mein Ziel zu erreichen oder zu sterben.“ (Hesse, Siddhartha)

Hallo liebe Leute,

2016 ist zu Ende.

Politisch war es – laut Postillon vom 20.12.2016 – eine „Scheißetorte“, garniert mit der Wahl von Trump als Sahnehäubchen.

Wir alle sollen Angst haben. Angst vor dem Terror, vor den Terroristinnen und Terroristen. Damit wir einen Überwachungs- und Polizeistaat fordern und kriegen. Damit wir Grenzen bauen können.

Ich habe Neugier. Ich will nicht abschotten, ich will öffnen. Ich will reisen in der Welt. Ohne Grenzen. Zu allen Menschen, in alle Gebirge, Wüsten, Landschaften.

Ich verlasse die Lehren und Lehrer der Terrorangst und reise. Reisen ist die beste Medizin gegen die Krankheit der Vorurteile, der vorschnellen Urteile.

2017 will ich nach Zentralasien. Durch Himalaya, Karakorum, Hindukusch, Pamir. Durch Indien, Pakistan, China, Kirgistan, Tadschikistan. Von Srinagar in Kaschmir nach Duschanbe am Rande des Hissargebirges.

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Wenn ich auf die Seiten des Auswärtigen Amtes schaue und diese Länder aufrufe, dann lese ich Warnungen vor dem Terror. Das las ich für Mittelamerika auch. Für Guatemala, El Salvador, Honduras. Was habe ich erlebt? Freundschaft, Gastfreundschaft, Hilfe, Neugier. Terror geht dort von der Polizei aus, vom Militär, vom Staat. Von korrupten Politikern, von reichen Großgrund- und Fabrikbesitzern. Ich wünsche mir, dass ich möglichst frei reisen kann.

Ich freue mich auf 2017. Auf fantastische Landschaften, auf riesige Berge, auf Herausforderungen, deren Umfang ich jetzt noch gar nicht abschätzen kann. Ich freue mich auf die Menschen in Zentralasien, auf die Klöster und Mönche im Spitital, auf die 5.000-Meter-Pässe, auf den Blick zum Nanga Parbat, zum K2. Ich freue mich auf das Gewusel in Lahore und Islamabad, auf die Schönheit der entlegenen Berge in Ladakh und dessen tibetisch-buddhistische Kultur. Auf die seltenen Tiere im Pamir und die Gastfreundschaft der Moslems in Tadschikistan.

Ich wünsche uns allen mehr Neugier als Angst im neuen Jahr. Mehr Freude aneinander und miteinander als Häme und Abschottung gegeneinander. Ich wünsche uns, dass wir alle möglichst frei reisen können. Überall auf der Welt.

Gruß, Jörg.

6 Gedanken zu „Rückblick 2016, Ausblick 2017

  1. Chris

    Hey. Als stetiger aber stummer Leser deiner Beiträge melde ich meide ich mich jetzt doch mal zurück.

    Gerade, nach 3 Wochen Vietenam, spricht mir dein Beitrag aus dem Herzen. Ich wünsche dir, dass du dein Vorhaben umsetzen kannst und jetzt schon eine gute Reise.

    Gute Tipps zu dem Gebiet findest vermutlich übrigens auf der Seite von Beat: http://www.betzgi.ch/de/veloreisen/tourenkarte/

    Antwort
  2. rausgefahren

    Alles gute für deine Pläne – Hört sich genial an! wir sind nächstes Jahr unter anderem auch in kyrgistan und tadschikistan unterwegs 🙂
    Beste Grüße
    Olga und Michel

    Antwort
    1. joeyyy Autor

      querido jaime, gracias por tu mensaje. ha pasado tanto tiempo desde nuestro ultimo contacto :-O espero que pronto voy a aprender mas espanol que en el tiempo pasado. muchos saludos!

      Antwort

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