Archiv des Autors: joeyyy

4. Oktober 2016: Vatikan

 

Dem Denken der Menschen auf der Spur

In den vatikanischen Museen konzentriere ich mich auf die Exponate der alten Etrusker, der Ägypter, der Griechen, der Römer. Nicht auf die der geistlichen Führer sondern auf die der geistigen Führer. Es ist schon spannend: an einer der Stätten zu weilen, die mit als die Wiege der abendländischen intellektuellen Entwicklung gilt. In mir reift der Wunsch, auch die anderen Städte der alten Philosophen zu besuchen, als da wären Syrakus und Athen – in erster Linie.

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1.-3. Oktober 2016: Was ist das Smartphone unterwegs wert?

Auf dem Weg durch die Toskana nach Rom denke ich nochmal über meinen Ruhetag auf dem Zeltplatz nach.

Ich kam auf dem Zeltplatz in der Toskana an und sah ein Angebot zum kostenlosen Nutzen des Internets. Eine bestimmte Menge an Kilobyte könnte ich nutzen, wenn ich mich mit meinem Facebook Konto anmelde.

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26.-30. September 2016: Gedanken in der Toskana und auf den Spuren der Eroica

Italien und der Straßenverkehr

Die Jungs und die Mädels hier fahren schon ganz schön knapp. Das muss ich echt sagen. Wenn ich so auf einer normalen Landstraße fahre und die Italiener mich überholen, dann ist das teilweise schon ganz schön eng. Wenn genügend Platz ist, dann sind die Leute hier aber auch sehr freundlich, halten genügend Abstand, blinken links, blinken rechts, alles in bester Ordnung. Insgesamt fühle ich mich schon einigermaßen sicher hier auf den italienischen Straßen.

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13./14./15.10.2015 – Ankunft in Santiago, die letzten Tage in Madrid und die Frage nach der Suche

Heute spielt das Wetter mit. Sonne und Wolken wechseln sich ab. Bergauf und bergab auch. Gegen 19 Uhr komme ich in Ponferrada an und miete mich in ein „teures“ Hostel ein: 12 Euro die Nacht. Ich erlebe, worüber viele Peregrinos klagen: Lärm und Gestank. Ich schlafe mit einem laut schnarchenden Spanier und zwei Argentiniern, die ihre Schuhe und Strümpfe irgendwo unters Bett geschoben haben, auf dem Zimmer. Wegen des Straßenlärms hat einer von denen die Fenster geschlossen. Zum Glück liege ich am Fenster und öffne es. Meine Wachsstöpsel habe ich wegen des Schnarchens sowieso in den Ohren, so dass ich den Verkehrslärm nicht höre. Ich schlafe mit der Nase am Fenster ein.

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11./12.10.2015 – Von irgendwo in den Bergen in ein Kloster und dann weiter nach León oder: Das Nichts kann es nicht geben

Ach, es ist Samstagnacht und in irgendeinem kleinen Dorf in der Nähe spielt die Kapelle so laut sie kann. Und sie kann laut. Ich dachte, es sei beschaulich hier. Das hatte ich jetzt doch schon öfter: Einen idyllischen, netten Platz und dann, Samstagabend, geht die Post ab. Das heftigste war mal ein Lager an Elbe, als sich die nahe Scheune als ein Rockertreff herausstellte und die Jungs mit Harleys, Kutten und allem Tamtam richtig Party machten. Da konnten dann auch die Ohropax höchstens noch das Schlimmste lindern. In Österreich war das auch so, als ich am Inn zeltete und auf der anderen Flussseite ein Mini-Oktoberfest mit Rumtata-Musik gefeiert wurde. Das war dann nicht nur von der Lautstärke her grausam. Na ja, jetzt höre ich Discomusik, wärme mir meine kleinen Schlafhelferlein aus Wachs in der Hand vor und versiegele dann damit meine Gehörgänge.

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10.10.2015 – von Logroño in Richtung Westen oder: Wie Speichen klingen müssen

Um Punkt sechs Uhr geht das Licht an und als erstes sind die Koreaner aus den Betten. Die sind sofort hektisch und so komme ich gar nicht erst auf die Idee, noch weiter zu schlafen. Draußen ist es allerdings kalt und dunkel. Um sechs Uhr drei kommt die Herbergsmutter ins Zimmer, um zu schauen, ob auch alle wach sind. Ich habe keine Lust auf Warteschlangen vor dem Klo und bleibe noch liegen bis ich dann um halb sieben höflich und freundlich aufgefordert werde, nun auch endlich aufzustehen. Und mit mir die Italiener und die Franzosen. Wir blinzeln uns verstehend zu und werden langsam wach. Was für ein Gewusel im ganzen Haus. Ich nehme mir vor: Heute Abend schlafe ich wieder im Zelt.

Als ich mein Rad packe, merke ich, dass eine Speiche gerissen ist. Shit. Felge nicht verzogen, gutes Zeichen. Somit wird sich meine Weiterreise verzögern. Denn… Tataaa! Meine Ersatzspeichen liegen zuhause, ich wollte ja nicht durch die Sahara fahren. Somit stehe ich um Punkt acht Uhr vor einer verschlossenen Herberge und dann bis Punkt zehn Uhr vor einem verschlossenen Fahrradladen.

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