Marokko: Karla blickt zurück

Blick zurück

Gedanken über eine Reise, durch ein bis dahin immer fremdes Land über dessen Kultur und Religion ich mir keine Vorstellung gemacht hatte. Zwei Wochen mit dem Rad reichen bei weitem auch nicht aus, die Vielseitigkeit dieses Landes zu erfassen und zu verstehen.

Vielmehr sind subjektiv geprägte Momentaufnahmen von Menschen und Landschaften hängen geblieben, die sich schwerlich in eine Kategorie einordnen lassen. Marokko bot an vielen Stellen Überraschungen, positive wie auch negative, wenig war vorhersehbar oder planbar. Auf der anderen Seite gewährte die Reise auch vielfältige Eindrücke, wie Leben abseits unserer westlich orientierten Ansprüche funktionieren kann.

Bislang führten mich meine Reisen in möglichst entlegene Gegenden, möglichst lange in der Natur, weg von jeglicher Zivilisation und Kontakt mit anderen Menschen.

Mit dem Rad unterwegs, waren es in Marokko diesmal die Begegnungen mit Menschen, ihre fremde Kultur, die neben den Landschaften die Reise geprägt haben.

Manchmal fand ich irritierend, Situationen aufgrund fehlender Sprachkenntnisse nicht richtig einschätzen zu können. Nicht wissen was passiert, wenn die Polizei einem die Pässe wegnimmt, wenn eine Gruppe Jugendlicher im Anmarsch ist – diese Situationen resultierten schon mal in Verunsicherung, teilweise Misstrauen.

Oft wurde ich im Verlauf einer Begegnung eines Besseren belehrt. An anderen Stellen war das Misstrauen gegenüber mir als Frau, die nicht der ihr vorgesehenen Rolle und Auftreten entspricht, offenkundig. Bislang musste ich mir nie die Frage stellen, ob ich mich richtig verhalte oder gekleidet bin – umso mehr habe ich sie mir auf unserer Reise gestellt. In einem Land wo die Gegensätze zwischen Land und Stadt so auffällig sind, insbesondere bezogen auf die Rolle der Frau.

Oase nach einer Kurve

Beeindruckt haben mich immer wieder die Landschaften, die ein ums andere Mal unendliche Weite vermittelten: Berge wie mit dem Pinsel nachgezogen. Oasen die plötzlich nach einer Kurve erschienen. Und der all-abendliche Sternenhimmel.

Eintauchen in das quirlige Treiben auf Basaren in kleineren Städten -auch das bedeutete faszinierende Eindrücke, die den heimischen Alltag bisweilen steril erscheinen ließen.

Eine weitere Reise nach Marokko? Nicht ausgeschlossen…

Ein Gedanke zu „Marokko: Karla blickt zurück

  1. Peter

    Hallo, das sind wirklich super schöne Bilder und tolle Geschichten ! Zudem finde ich das Blog hier auch echt gut und ich schaue gerne mal wieder rein, Gruß Peter

    Antwort

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